Qualgezüchtet und eingequetscht – die Realität deutscher Geflügelhaltung
In der deutschen Geflügelindustrie leiden Hühner unter extremen Bedingungen, die zu einem qualvollen Leben führen. Um das Wachstum der Tiere zu beschleunigen, werden sie auf brutale Weise qualgezüchtet. Jährlich sterben rund 35 Millionen dieser Tiere an den Folgen von Krankheiten und Verletzungen, bevor sie das niedrige Schlachtalter von nur 28 bis 42 Tagen erreichen.
Die Lebensbedingungen der Masthühner sind erschütternd. Sie leben in riesigen Megaställen, häufig mit über 100.000 Tieren auf engstem Raum. In Deutschland sind 99 % der Masthühner in Betrieben untergebracht, die mehr als 10.000 Tiere beherbergen. Auf einem Quadratmeter Platz leben bis zu 24 Tiere – ein skandalöser Zustand, der jegliche Möglichkeit zur Ausübung natürlicher Verhaltensweisen nimmt. Nur 1,4 % der Masthühner haben überhaupt Zugang zu Freilauf.
Masthühner werden auf dem Weg zum Schlachthof in überfüllte, enge Transportkisten gepfercht und oftmals quer durch Deutschland transportiert. Auf diesem stressigen Weg erleiden die Tiere schwere Verletzungen. Viele Tiere sterben bereits während des Transports, etwa durch Hitzestress. Auch die brutalen Methoden beim Einfangen der Tiere führen zu weiteren Qualen. Der Transport dauert teilweise bis zu 12 Stunden, wobei die Tiere ohne Wasser und Futter auskommen müssen.

Der Leidensweg bei der Schlachtung
Die grausame Schlachtung beendet das qualvolle Leben der Tiere. In Deutschland gibt es zwei gängige Methoden zur Betäubung: die Wasserbadbetäubung und die Gasbetäubung. Bei der Wasserbadbetäubung werden die Hühner kopfüber in Metallbügel gehängt und in ein Wasserbecken mit Strom getaucht, was zu extremen Schmerzen, Ausrenkungen und Knochenbrüchen führt. Die Tiere erleiden epilepsieartige Anfälle und werden auf grausame Weise betäubt. Bei der Gasbetäubung wird den Tieren in Gaskammern Luft entzogen, was viele von ihnen in Atemnot versetzt und sie das Gefühl haben lässt, zu ersticken. Häufig reicht die Betäubung nicht aus, sodass viele Tiere bei der Tötung noch bei Bewusstsein sind und den Halsschnittautomaten mit voller Schmerzempfindung erleben.
Das Leben dieser Tiere ist geprägt von Leid, Stress und Qualen. Die Brutalität der Geflügelindustrie muss endlich ein Ende finden!