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Klimawandel auf der Speisekarte


Wie weniger Fleisch und Milchprodukte die Erde retten können

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Rinderfarm

Meat Exhaustion Day 2024


Wenn Fleisch den Planeten aufisst

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#KLIMAKRISE

Weltweit werden jedes Jahr schätzungsweise 83,3 Milliarden Nutztiere für den menschlichen Verzehr geschlachtet. Auf die industrielle Nutztierhaltung entfällt etwa 1/6 aller vom Menschen verursachten Treibhausgasemissionen. Allein die Haltung von Kühen für die Produktion von Rindfleisch und Milchprodukten verursacht 2/3 aller weltweiten Emissionen aus der Tierhaltung. Die Massentierhaltung in der Fleisch- und Milchindustrie beutet nicht nur Milliarden von Tieren aus, sondern heizt auch die Klimakrise immens an. 

Jede Mahlzeit zählt

Was wir essen ist nicht "Wurst". Denn jede Mahlzeit prägt unseren CO2-Fußabdruck.

0kg

CO2e für 1 kg Rindfleisch
(das entspricht einer 354 km langen Autofahrt)

0kg

CO2e für 1 kg Käse
(das entspricht einer 85 km langen Autofahrt)

0kg

CO2e für 1 kg Tofu
(das entspricht einer 12 km langen Autofahrt)

Wie kann eine Tierschutzorganisation wie VIER PFOTEN zum Klimaschutz beitragen?

Als Tierschutzorganisation sind wir alarmiert über die Klimakrise. Deshalb führen wir verschiedene Kampagnen und Projekte durch, um die schädlichen Praktiken der industriellen Fleisch- und Milchindustrie aufzuzeigen, die Milliarden von Tieren, Menschen und unseren Planeten ausbeuten, und fordern eine Veränderung der Ernährungssysteme.

In unserem Bericht zum Meat Exhaustion Day haben wir den Fleischkonsum pro Land untersucht. Wir haben berechnet, wann ein Land seinen "nachhaltigen" Fleischkonsum überschreitet, der durch die Planetary Health Diet definiert wird. Dies ist eine Referenzdiät des renommierten wissenschaftlichen Gremiums EAT-Lancet, das sich mit den ökologischen und gesundheitlichen Auswirkungen von Lebensmitteln beschäftigt.

Wir beteiligen uns regelmäßig an Klimastreiks und Protesten im Zusammenhang mit der Tierhaltung in Ländern auf der ganzen Welt.

Wir kämpfen dafür, dass Tiere in politischen Gremien wie den UN-Klimakonferenzen oder dem Europäischen Parlament eine Stimme bekommen.

Wie beeinflusst Fleischkonsum den Klimawandel?

Kühe, Schafe und andere Wiederkäuer stoßen ein sehr starkes Treibhausgas namens Methan aus. Dies geschieht durch einen Prozess namens "enterische Fermentation", der in ihren Mägen und Därmen stattfindet, wenn sie Gras und anderes Futter verdauen.

Auch die Futtermittelproduktion selbst ist ziemlich klimaschädlich. Fast die Hälfte der Emissionen aus der Nutztierhaltung wird durch die Produktion und Verarbeitung von Futtermitteln wie Gras und Futterpflanzen verursacht1. Allein die Futtermittelproduktion und die Weideflächen nehmen 77 % der weltweiten landwirtschaftlichen Nutzfläche in Anspruch2.

Die Gülle von Wiederkäuern, aber auch von Schweinen, setzt ebenfalls Treibhausgasemissionen frei, insbesondere Lachgas. Dieses Gas ist 273 Mal stärker als CO2. Allein die Gülle macht 13 % aller Lachgasemissionen aus. Weitere 54 % aller Lachgasemissionen stammen aus Urin und Dung von Nutztieren, die auf Weiden oder Weideflächen gehalten werden3. Damit ist die Tierhaltung der bei weitem größte Emittent von Lachgas.

Wie genau stoßen Kühe Methan aus?

Kühe sind Wiederkäuer, genau wie Schafe und Ziegen. Ein Prozess namens "enterische Fermentation", der in ihren Mägen und Därmen bei der Verdauung von Futter stattfindet, trägt zu den Treibhausgasemissionen bei, da dabei Methan (CH4) freigesetzt wird. Wiederkäuer sind für 89 % der gesamten CH4-Emissionen der Tierhaltung verantwortlich, während Tiere wie Hühner und Schweine nur 11 % beitragen. Unter den Wiederkäuern tragen Rinder mit 69 % den größten Teil zur Methanproduktion bei4.

Daher sind die Emissionen von Nutztieren die größte Quelle für landwirtschaftliche Emissionen, wobei die enterische Fermentation der vorherrschende Prozess ist und Rinder die Hauptverursacher dieser Emissionen sind.

Sind Kühe also Klimakiller?

Nein. Nach Angaben der FAO sind Nutztiere (die sowohl für Rindfleisch und Milch als auch für ungenießbare Produkte wie Dung und Zugkraft gezüchtet werden) für etwa 62 % der Emissionen der Tierhaltung verantwortlich5. Wir Menschen sind es jedoch, die diese Tiere für unseren Konsum züchten. Wir halten einfach zu viele Nutztiere. 

Schuld an der Klimakrise sind die Fleisch- und Molkereiriesen sowie eine Politik, die die schädlichen Auswirkungen der Massentierhaltung auf Tiere und den Planeten ignorieren.

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Quellenverweis

1. Gerber PJ, Steinfeld H, Henderson B, Mottet A, Opio C, Dijkman J, Falcucci A, Tempio G. Tackling climate change through livestock: a global assessment of emissions and mitigation opportunities. Tackling climate change through livestock: a global assessment of emissions and mitigation opportunities. 2013 [accessed 2023 Feb 6]. https://www.cabdirect.org/cabdirect/abstract/20133417883
2. United Nations Environment Programme. What’s Cooking? An assessment of the potential impacts of selected novel alternatives to conventional animal products. United Nations Environment Programme; 2023. https://wedocs.unep.org/20.500.11822/44236. doi:10.59117/20.500.11822/44236
3. Dangal SRS, Tian H, Xu R, Chang J, Canadell JG, Ciais P, Pan S, Yang J, Zhang B. Global Nitrous Oxide Emissions From Pasturelands and Rangelands: Magnitude, Spatiotemporal Patterns, and Attribution. Global Biogeochemical Cycles. 2019;33(2):200–222. doi:10.1029/2018GB006091
4. FAO. Pathways towards lower emissions. FAO; 2023. http://www.fao.org/documents/card/en/c/cc9029en. doi:10.4060/cc9029en
5. FAO. Pathways towards lower emissions. FAO; 2023. http://www.fao.org/documents/card/en/c/cc9029en. doi:10.4060/cc9029en

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